Sinn und Sinne

Glitzer – Poesie und Nostalgie – Lebenssprüche

Das Foto zeigt ein Poesiealbum aus den 70er Jahren. Es ist in einen roten Karostoff eingebunden mit einem schwarzen Schriftfeld, auf dem in goldener Schrift "Poesie" gedruckt ist. nrot, trägt eine Art Karomuster mit goldenenDieses kleine Poesiealbum, mit herzensrotem kariertem Stoffeinband und Goldschnittkante habe ich während meiner Grundschulzeit geschenkt bekommen
Dieses kleine Poesiealbum mit dem roten, karierten Stoffeinband und Goldschnittkante habe ich während meiner Grundschulzeit geschenkt bekommen

Auf den Spuren der eigenen Entwicklung

Heute habe ich mal ein ganz anderes Thema. Darauf gestoßen bin ich im Rahmen der Gestaltung der Qualitäts-Sinn-Seite.
Da habe ich natürlich wieder 1001 Ideen. Eine davon war, dass ich irgendwo möglichst in einem Satz darstellen wollte, was mich zu einer Qualitätssicherungsfachfrau macht. 

Vorgriff

Weil die bunte, kreative Vielseitigkeits-Lebensweg-Sucherin, wie sie bisher in Text und Bildern auf dieser Website erscheint, in den meisten Köpfen genau das Gegenteil der idealen Qualitäts-Verwalterin sein dürfte. Damit möchte ich einen Vorgriff (“Einwandvorwegbehandlung”) einbauen, um meine Fähigkeiten erst mit stilistischen und dann mit rationalen Beschreibungen, Daten und Fakten zu belegen oder auch anzupreisen. Etwas abgewandelt als “Fehlervoraussage-Talent” umformuliert, ist das nämlich ein sehr wichtiges Werkzeug  in allen Q-Angelegenheiten. Es geht ja gerade darum, glatte Abläufe mit möglichst geringem Risiko zu gestalten. Dafür muss man aber zuerst die Stolpersteine oder möglichen Widerstände erkennen und benennen. 

Fähigkeiten, die zählen: in den 70ern

Also habe ich mich auf die Suche begeben: Was hat mich vom künstlerischen Erschaffen aus dem Chaos zur Qualitätssicherung gebracht?

Als wir Kinder waren, war die Kreativität in meiner Außenwelt weniger erwünscht als ein störungsfreies Funktionieren. Die Älteren hatten noch die Erlebnisse und Folgen des 2. Weltkrieges zu verdauen – meistens über die Technik des Verdrängens, des Tabuisierens. Viele hatten auch mehr oder weniger gestörte Verhaltensweisen, die ihnen irgendwie halfen, weiterzuleben. 

So, “als ob alles normal ist”. 

Die Generation unserer Eltern hatte zum Teil noch als Kind etwas von diesen schlimmen Zeiten mitbekommen inklusive Entwurzelung aus verschiedenen, aber weit verbreiteten Gründen. Sie wurden ebenfalls stark gehemmt und gedrillt. Manche versuchten sich zu wehren, das ging nicht wirklich gut. Funktionieren und den Wiederaufbau schaffen, das war wichtig. Ein Gemeinschaftsziel, auf das man sich einigen konnte. Und Sicherheit. Sicherheit, vor allem finanziell, was den Arbeitsplatz anging, was das “In-Ruhe-gelassen-werden” anging. Nicht auffallen bitte!

Upps, da wären wir eigentlich schon wieder bei einem anderen Thema.
“Das ist eine andere Geschichte”, nämlich die der Kriegsenkel-Generation.
Dazu später mal mehr! 

Der Zeitgeist im Poesie-Album

Ich habe nachgeschaut, was ich aus meinen jungen Jahren finden konnte. Es gibt noch einige “Klassenhefte” und eben zwei Poesie-Bücher. Tatsächlich,  ein wenig “Zeitgeist” hat sich in diesen “Dokumenten” meiner Schulzeit verewigt. Und wohl nicht nur dort. Er hat – da schau her! – doch einen stark prägenden Einfluss auf die Persönlichkeitsformung gehabt. Oder besser: spiegelt diesen Einfluss, dessen Ausdruck die gesammelten Einträge sind. 

Nun, ich bin bestimmt nicht die erste, die darauf kommt. Mittlerweile gibt es schon mindestens eine Professur für die Erforschung von Tagebüchern und ähnlichem Material. Aber es ist total spannend für mich, diese – nun mit der Distanz von etwa 50 Lebensjahren anzusehen und darüber zu sinnieren.

Poesiebücher – die schneckenpostschnelle Vorversion von “Facebook”

Diese Poesiebücher wurden grundsätzlich nur an bevorzugte oder “wichtige” Personen, vor allem Verwandte und FreundInnen gegeben. Es hat oft Wochen gedauert, bis diese kleinen “Kunstwerke” fertig gestellt wurden und dann weitergegeben werden konnten. Und jedes Mal, wenn das Büchlein zurück kam, waren wir so gespannt, was uns diese Person zu “sagen” hatte, uns mit auf den Weg geben wollte. Wie gemächlich! 

Bilder und Texte folgen

Beim Durchblättern bin ich auf einige Seiten gestoßen, die ich euch gerne zeigen möchte – nur dafür muss ich mich erst noch einmal intensiv mit Kapitel 7 des Einstiegs in WordPress 5: “Die Mediathek – Bilder und Galerien” auseinandersetzen. Ich habe zwar schon einige Fotos hochgeladen, das ist an sich nicht so schwierig. Doch wegen der Ladezeit und den erwarteten Infos (zum Beispiel “Barrierefreiheit” für Menschen, die die Bilder gar nicht sehen können, sondern eine Beschreibung vom Computer vorgelesen bekommen oder Bildunterschriften), sollte ich da noch komprimieren und entsprechende Einträge vornehmen. Was dann wie und wo erscheint, das muss ich noch ausprobieren. Und die Fotos vom Handy. Die müssen auch noch überspielt werden. Habe ich bisher auch noch nicht gemacht. Bin auf dem Weg, brauche noch ein Weilchen…

Mutters Rat

Das hier ist übrigens der Spruch, der die Handlungsgrundlage 
für die meisten meiner Entscheidungen gewesen sein dürfte:

 

 

Was auch immer du tun magst,
tue es gut und nicht oberflächlich.

Eine schlechte Arbeit erfordert
ebenso viel Zeit wie eine gute. 

Eine gute Arbeit hast du ein für allemal
verrichtet, ist sie aber schlecht getan worden,
dann brauchst du dieselbe Zeit noch einmal,
um sie zu verbessern,
und sie wird immer nur Stückwerk bleiben.

 

Anregung

Habt ihr auch so ein “Poesie-Album”?

Welche sind eure Lieblingseinträge? 

Was raten sie euch? 

Und entdeckt ihr eure Geschichte dahinter?

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