Sinn und Sinne

MoniSophie’s Welt – Ausgebremst

Blogstille?

Ja, tatsächlich. Obwohl auf meinem Schreibtisch etwa ein Dutzend Schnellhefter mit Themen liegen,
habt ihr nichts Neues von mir gefunden in den letzten Tagen. Woran liegt das?

Zunächst einmal: Es gibt keinen Grund zur Besorgnis.
Auch wenn mir der Sommer zu schaffen macht. So lange so heiß, puhh.
Das ist nicht unbedingt vorteilhaft bei meiner „nordischen“ Ausstattung.
So falle ich bei Temperaturen über 27 °C in eine Art „Verzögerung“.

Darüber hinaus hilft nur noch Flucht in kühlere Gemächer.
Oder in die Kühlabteilung eines Supermarktes.
Ist aber auch auf Dauer nicht so gemütlich.
Und mit aufgedrehter Klimaanlage durch die Gegend zu fahren,
ist einerseits nicht gerade billig und vor allem eine ziemliche Ressourcenverschwendung.
Passt demnach nicht zu meinen Nachhaltigkeitsvorstellungen.

Klima und Lüftung

Im Haus ist zwar alles gut gedämmt, damit die Wärme gut drinnen bleibt
und Heizenergie gespart wird. Eine Klimaanlage haben wir nicht.
Konnten sie sich vor zehn Jahren noch nicht so richtig vorstellen hier,
was der Klimawandel bedeutet. Eben auch bei uns zuhause

Das heißt also morgens, in der oberen Etage manchmal sogar über Nacht,
reißen wir alle Fenster auf, für kühlenden Durchzug, so gut wie möglich.
Glücklicherweise wird es ja meist nachts unter 20 °C kalt,
nur wenige Nächte sind „tropisch“.
Das dürfte für diesen Sommer hoffentlich geschafft sein.
Aber wenn ich in die 14-Tage-Vorhersage schaue, glaube ich das nicht wirklich.
Dafür schwimmen im Tal des Todes die Straßen weg. Verdrehte Welt.

Den Rest des Tages bin ich also meistens daheim, aber auch nicht besonders aktiv.
Den Laptop habe ich schon auf ein Ablage-Element aufgebockt,
damit die Lüftung besser arbeiten kann.
Trotzdem fühlt sich die Tastatur gut vorgewärmt an.

Auf der Suche

Man sieht zwar nach außen keine Ergebnisse, aber ich arbeite schon länger nicht mehr nur
an dem Blog und der Webseite, sondern auch daran, ein passendes berufliches Projekt zu finden.
So zwischen 10 und 30 Stunden pro Woche und maximal 2 Tage auf Tour wäre gut.
Bin ja inzwischen etwas reifer.
Das Tempo und die Intensität der Arbeit schlaucht mich durchaus mehr als vor ein paar Jahren.

Nun ist es nicht so, dass keine Fachleute gesucht werden, das schon.

Aber bei mir kommen die abenteuerlichsten Angebote an. Voll daneben. Haufenweise.
Erst habe ich mich sehr darüber gewundert, wie das zustande kommt.
Es kann ja nicht sein, dass plötzlich alle “Personaler” nicht mehr vom Fach sind.
So quasi abgedriftet: „ab in die Rente“ oder „genug verdient“ oder „woanders gibt es mehr“.
Nein. Das ist es nicht.

Mit der Elektronik angeln

Das hat anscheinend mehr mit dem technischen Fortschritt zu tun.
Der oft keiner ist. Sondern nur so aussieht.
Man arbeitet vermehrt mit Suchmaschinen.
Einerseits wohl „vollautomatisch“, sozusagen in der Vorsortierung,
kämmt sich ein pseudointelligentes Progrämchen durch die Daten,
schnappt sich Stichworte und präsentiert entsprechende Treffer.
„Matches“ heißt das heute.

Und flugs geht eine Mail mit einem Vorschlag an mich raus,
der zwar die Kontaktadresse einer realen Person einer Agentur trägt,
aber eben nicht handverlesen ist, sondern ein elektronischer Schrotschuss.

Und das „matcht“ dann so gar nicht.
Spart aber teures Personal, zumindest zunächst.
Wenn man die Fehlversuche und die damit verbundenen Zeitverluste nicht mitrechnet.

Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.

SEO– jetzt auch im Lebenslauf?

Was SEO meint findest du in diesem Beitrag: SEO

Letztens haben sie jemand gesucht, der sich mit Qualitätssicherung im Labor auskennen sollte.
Immerhin landete die Anfrage sogar bei mir. Um meine Chancen zu erhöhen,
bat mich die nette Dame der Agentur, meinen Lebenslauf auf dieses Angebot anzupassen,
indem dort gelegentlich das Kürzel „QC“ oder „Quality Control“ vorkommen sollte,
damit die eilig Suchenden mit diesen Stichworten auch fündig werden.

Wie jetzt?!

Die Verantwortlichen haben nicht mal die Zeit,
einen Blick auf ein Blatt oder eine Seite zu werfen,
wollen aber so die Top-Mitarbeiter finden?

Hakt es bei mir oder wo?

Nett und freundlich sind die Personen, mit denen ich Kontakt habe, alle.
Also kommunikativ, offen. Plaudern ist immer angenehm. Aber effizient?

Und jetzt passiert ganz von alleine das, was ich nie wollte:
Es tut sich eine Kluft auf in der Arbeitsweise
zwischen der von mir gelernten althergebrachten
(die auch Voraussetzung für diese ganzen „Qualitäter“-Arbeiten ist)
und der globalen, (IT-) kommunikationsgesteuerten.

Ich bin ein Alien, mindestens aber ein Dino in dieser Welt, kein Zweifel.
Selbst wenn ich versuche, mit der Technik gut Freund zu werden.

Sprachbarrieren

Das nächste Problem ist die Sprache.
Nun bin ich ja wirklich nicht aufs Maul gefallen.
Und habe den größten Spaß dabei, mit der Sprache zu jonglieren,
den Wortschatz auszureizen,
mit Andeutungen oder unerwarteten Verknüpfungen zu spielen
oder den Worten andere Sinn-Aspekte zu entlocken.

Aber das wisst ihr ja. Hab schon einiges davon in die Welt geschubst seit Januar.

Und nun, oh schreckliche Erkenntnis!

Ich habe die falsche Sprache!

Sprachkunst- oder Sprach-Abwertung

„Bitte auf Englisch!“ 

Bis vor einigen Jahren war das in der Arbeitswelt für mich kein Problem,
schließlich habe ich ja ein paar Jahre Englisch gelernt.
Auch wenn du das Schul-Englisch in der Ablage liegen lassen kannst.
Dat nützt dir gar nischt in der globalisierten Arbeitswelt.

Immerhin war es in dem Zusammenhang kein echter Verlust,
dass ich die völlig konsternierte Englischlehrerin mit Shakespeare
und Konsorten in der Oberstufe allein gelassen habe…

Da „meine“ letzte Firma durch allerhand Aufkäufe und Übernahmen
schließlich zu einem amerikanischen Riesen gehörte,
habe ich dort genug Englisch gelernt,
um Anweisungen und Vorschriften und Zulassungspapiere
und was sich da so alles auf dem Schreibtisch und in der Mailbox findet,
zu lesen und zu verstehen, Audits durchzustehen und Berichte zu verfassen
oder auch gelegentlich in Originalliteratur zu stöbern, um irgendeine Frage zu lösen.

Aber der Arbeitsalltag ließ sich noch immer in der Landessprache,
also meiner Muttersprache, abwickeln. Das hat sich radikal geändert.
Wäre zwar nicht immer erforderlich,
ist aber „chic“ oder so eine Art guter Ton, global halt.

Die meisten, die etwa 10 Jahre oder noch später nach mir ins Berufsleben gestartet sind,
haben entsprechende Auslandssemester absolviert– oder Ähnliches.
Und somit den (älteren oder auch den weniger finanzkräftigeren Rest) ganz einfach abgehängt.
Erst dieser Plattformen-Hype und Digital-Technologie-Schub. Mühsam Anschluss gehalten.
Wenigstens das läuft so einigermaßen. Kommste nicht drumrum.

Hürdenlauf

Und jetzt einfach sprachlich rausgekegelt.
Wobei, es würde vielleicht sogar für alle Palaver reichen.
Aber ich bin da, wie so manche der Älteren,
nicht mit groß geworden und halt (eher) gehemmt.
Fürchte wohl aus dem unbewussten Inneren Blamagen
und schrecke (größtenteils unnötig, mag sein) davor zurück,
brauche zumindest mehr Energie dafür und sehe die Fehlerquellen.
Bin vom Leben programmiert worden.
Und da komm ich nicht so leicht raus aus der Nummer!
Also nicht Insta- und Selfie-erprobt.
“Skill-Gap”, heißt übersetzt etwa “Fähigkeiten-Loch”…

Sprünge?

Scham? Hä? Wieso? Woher? Wofür?
Wie wird man dieses Selbstsabotage-Monster los?
Ich will von den “Digitalen” lernen.

„Einfach machen!“-

Das ist der Rat, den ich in den letzten zwei Jahren
allenthalben im Netz für solche Situationen finde.
Mag ja eine Lösung sein. Für alle die,
die für jedes Schrittchen gelobt und aufgebaut worden sind
und damit ihre eigene Stärke ausbilden konnten,
ohne allzu heftige Widerstände und Rückschläge.

Mit gestutzten Flügeln des letzten Jahrtausends aber: können vor Lachen!

Andererseits ist man so nicht versucht,
zu hoch zu fliegen und „in der Sonne zu verbrennen“. –
Upps, woher kommt denn jetzt diese Liedzeile? Noch ein Zeichen der 70er-Prägung, hihi.
(„Flieg nicht so hoch mein kleiner Freund…“)

Mein „Mindset“ soll ich renovieren

Mein was? Mindset.

Meine Lieben, wie soll das funktionieren?
Oh, diese Frage beantworten unzählige HelferInnen in Beiträgen, Kongressen,
exklusiv und nur „noch heute mit irrem Rabatt!“ buchbaren Patentrezepten,
kostenlosen Einführungs- und dann auch wieder happigen
(weil du es dir wert bist!) Bewusstseinstrainingskursen.

Wow!

Vieles zumindest auf den ersten Blick richtig.
Das allermeiste: nichts wirklich Neues. Manches echt schräg.
In die unverkrampfte „Und morgen bin ich dann mal Millionär“-Spur
konnte mir (verkorkstem?) Wirtschaftswunderkind aber noch nichts helfen davon.

Meiner Neugier hat das Recherchieren und Ausprobieren Spaß gemacht.
Doch meine Mittel und Energien haben irgendwo ihre Grenzen.
Und ob ich jetzt wirklich die Lebensaufgabe habe, bei meinen Ahnen anzufangen,
mit Glaubenssätzen und Schulden aller Art aufzuräumen?

Geht es uns zu gut?

Oder sind die Zeiten wirklich so umgekippt?
Warum haben wir eigentlich immerzu die Neigung,
neue Barrieren zu schaffen, neue Etiketten, neue Ausschlusskriterien?
Bringt uns das tatsächlich Vorteile?

Meiner Ansicht nach nur wenigen und höchstens sehr kurzfristig.
Denn inzwischen ist alles derart im Fluss und aufgelöst,
dass auch die „neuen“ Begrenzungen nicht lange halten werden.
Und wir uns in ein paar Jahren wundern, was wir damit bezweckt haben.
Dauerhaft kann das nicht funktionieren. Also warum erst damit anfangen?

Morgen schon
wird keiner mehr diese Probleme verstehen

Das Sprachproblem wird eines der ersten sein, das gelöst ist.
Die Übersetzungsprogramme sind heute schon ungeheuer leistungsfähig.
Die Entwicklung der letzten zwei Jahre ist nicht nur hier unglaublich.

Mithilfe des Fortschritts bei der körperlichen Optimierung und
in der Hirn-Beeinflussungsforschung werden wir bald ganz anders in der Welt stehen.
Erst wird es kein Fremdsprachenlernen mehr brauchen,
dann vielleicht gar keine Sprache mehr.

Vision – Traum – Albtraum?

Meine Vision zeigt mir (trotz fehlenden bildlichen Vorstellungsvermögens).
Eine Art grenzenlose Komplett-Vernetzung aller Funktionen und Lebewesen
(gibt es dann noch solche?). Einen Switch von biologisch zu technologisch.
Alles Avatare, Bewusstsein in Speichern.

Wir sind technisch schon näher dran, als wir so denken.
Und was geht und Gewinn oder Ruhm verspricht wird gemacht,
wenn manchmal anfangs noch versteckt.

Wenn wir noch etwas kleinliche Vorbehalte wegräumen müssen, 
damit wir das freudig abkaufen,
wie wäre es mit diesen Argumenten:

Es ist doch wunderbar, alles zu behalten,
keinen Mangel und keine Schmerzen mehr fühlen zu müssen
und mit allem verbunden zu sein. Oder?

Dazu müssen wir nur noch lernen,
die Kontrolle über uns selbst komplett abzugeben.
Und einiges Andere. Wollen wir das?

Könnte ja auch die Rückkehr ins Paradies sein.
Also, was soll’s!

Phantasiespiele und zurück

Ach so, bin mal wieder ganz ordentlich abgedriftet zu Un-Sinn & Co.
Das spiegelt irgendwie die Welt, wie sie mir / uns gerade erscheint.
Vielleicht weniger, wie sie wirklich ist.

Aber was ist schon wirklich. Was kann werden?
Auf dieser Spielwiese kann ich stundenlang toben.
Genug für heute. Ihr dürft gerne weitermachen.
Oder einen anderen Beitrag anklicken…

Danke fürs Lesen und eure Zeit!

Englische Woche

Und nach stundenlanger Übersetzungsarbeit in dieser Woche
liegen jetzt einige in der englischen oder auch amerikanischen
Sprache verfasste Texte hier, die eine „moderne“ Ergänzung
für meine Qualitäts-Sinn-Seite werden können.
Selbst, wenn sie nie, nie gebraucht werden sollten.
Reine Selbstdarstellung im ungünstigsten Fall. 
Bestenfalls ein Beispiel für eine LeserIn,
die sich an einer ähnlichen Aufgabe versuchen muss, kann, will.

Nicht zur Strafe, nur zur Übung.
(Ich “verlinke” das dann später, nur zum Spaß.)  

Ergebnis für mich bis hierher:

Außer Spesen, nichts gewesen.

Inzwischen gibt es eine Fortsetzung aus der Projektwunderwelt.
Die muss ich erst noch texten.
Habe ein, zwei Tricks gelernt.
Die könnte ich weiterverschenken.

Macht’s gut!

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