Sinn und Sinne

Glitzer – Sturmtief

Zwischen den Stürmen

Draußen nimmt gerade das neue Sturmtief Anlauf. Es ist 14 °C warm und rumort um die Ecken. Bis morgen Abend gilt die Wetterwarnung. Also wieder einmal schön daheim sitzen bleiben. Das war angesagt und deshalb habe ich heute früh schon eine mit ein paar Regentropfen verzierte Bewegungseinheit über die festen Wege des Weinberges absolviert. Leider war mein Kopf danach nicht so frei, wie erhofft. Mit einem Riesenpott Kaffee habe ich versucht, etwas mehr Schwung in den Tag zu bringen. Bin aber sang- und klanglos gescheitert. Null Initiative heute. Und keinen Text-Vorrat!

Hoppla, geht mir schon die Luft aus?

Irgendwann musste das ja so weit kommen. Das war nur eine Frage der Zeit. Zuviel Ehrgeiz? So bin ich dann an meinem Schreibtisch gesessen und habe hauptsächlich meinen Gedanken nachgeschaut.

Ist auch mal ganz schön. Warum soll ich mich unter Druck setzen? Doch Widerstand regt sich tief innen. Bei meinem letzten technisch bedingten Aussetzer habe ich umgehend besorgte Nachfragen bekommen. Das war unglaublich.

Nur mal etwas weniger

Deshalb möchte ich heute gleich eine Statusmeldung schicken und damit trotzdem Lesefutter anbieten. An sich ist da ja schon jede Menge „Content“ und ich sollte vielleicht darüber nachdenken, ob da wirklich täglich ein Beitrag raus muss. Vorgenommen habe ich mir das. Als Geschenk und zum Durchhalten in diesen beschränkten Zeiten. Schreiben und damit etwas Abwechslung bieten. Und weil es so viele brauchen – könnten, vielleicht. Eine selbstgestellte Aufgabe.

Dranbleiben!

Völlig übertrieben? Nimm dich nicht so wichtig? Kann sein. Also ich nehme jetzt mal alles wichtig und gleich wieder nicht. Nicht so tiefschürfend heute und überhaupt nicht durchdacht. Einfach eine spontane Lagebeschreibung.

Missglückter Therapieversuch

Kleine Tiefphase, passend zum Wetter. Und gleichzeitig die Rückseite der Prednisolon-Nebenwirkungen: einerseits aufgepeitscht (schlaflos in der Nacht und Unruhe im Blut) und dann wieder langsam (könnte den ganzen Tag nur so vor mich hingucken). Genutzt hat die Aktion nicht. Ich habe nur dazu gelernt. Ich weiß jetzt, wie sich das anfühlt. Meine Muskeln und Sehnen haben sich unter dem Versuch nur reaktiv weiter verkürzt und versteift. Und damit war’s wie ein heftiger Muskelkater. Ein Rest schwingt noch herum. Nicht angenehm.

Leben mit einer Autoimmunerkrankung

Diese Erfahrung bringt mich auf die Idee, das wieder der lästige „Hashimoto“ hinter dem Ganzen steckt. Blühende Antikörper. Ein undurchsichtiges System. Die Medizin hilft hier nichts. Ratlose Geschäftigkeit bis totales Unverständnis. Kontrolluntersuchungen, Zahlen, Schilddrüsentabletten durchgehend und auf Verdacht sowie bei den Kontrollbesuchen jeweils die Ansage, wieviel funktionsfähiges Gewebe noch da ist.

Was ich noch machen kann? – Nehmen Sie die Nahrungsergänzungen und Vitamine weiter, wenn sie Ihnen gut tun. – Danke. Dafür brauche ich keinen Spezialisten. – Also gibt es jetzt bei mir zu den verschiedenen Vitaminchen und Spurenelementen zusätzlich Sportler-Eiweiß und Fischölkapseln – habe ich bei einem Sportmediziner aufgeschnappt. 

Hat schon mal funktioniert. Und ich bin Optimistin. Hilft ja nichts. 

Sonst ist alles im grünen Bereich. Recht fit für mein Alter. Und das ohne Sport. Immerhin!

Einmal Volltanken an der Dankbar!

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