Sinn und Sinne

Sternenstaub – Durchstarten: Off The Ground 2

Mit Hausarbeit starten - Bügeln steht an

Zurück zu meinem Montagvormittag

Fertig gefrühstückt und aufgeräumt, Brille geputzt zwecks Klarsicht.
Bettwäsche in die Waschmaschine verfrachtet und diese gestartet.
Waschmittel muss demnächst nachgekauft werden.

Noch so ein Thema, Kategorie Nachhaltigkeit.
Ich nehme das in meine Themenliste auf.
Falls ich mal einen Text dazu freigebe, füge ich hier den Link ein.  

Auf dem Weg in mein Arbeits-, Hobby-, Lese- und Wohn-Zimmer 
komme ich an einem Haufen ungebügelter Wäsche vorbei.

Nun denn, das wäre jetzt eine Maßnahme: Ordnung schaffen.

Der Spaß hält sich auch dabei in Grenzen. Das gebe ich zu.
Doch da sehe ich den Erfolg unmittelbar,
ich kann etwas von meiner Liste streichen
und es fühlt sich für mich sofort besser an.

Kopf freimachen

Jedenfalls bin ich heute mal wieder mit ultraschnellen,
quecksilbrigen Gedanken unterwegs
und folglich nicht ganz im Hier und Jetzt.

Also muss ich da oben abschalten
und gleichzeitig die Energie ins „Tun“ umleiten.

Einfachste Lösung: Energie, in Form von Musik. Das wirkt immer.
Den Radioapparat einschalten, das war früher immer meine erste Aktion.
Doch inzwischen gehen mir die Katastrophennachrichten,
launigen Spielchen und Moderatorenansagen häufig ziemlich auf die Nerven.

Bleiben die akustischen Schwingungen „aus der Dose“.
Ich betrachte die Auswahl neben meiner Mini-Anlage im Regal:
Nein, heute keine ausgleichenden Töne zum „Runterkommen“.
Etwas fetziger, energiereicher darf es schon sein.
Aber noch „fließend“, nicht hämmernd.

Da fällt mir etwas ins Auge.  

Nicht mehr neu

Eine der wenigen CDs, die ich mir selbst gekauft habe, sogar zum Originalpreis.
Weil sie mir gut gefallen hat.
Die Songs kennt ihr bestimmt.
Erschienen 1993, kommt alle naselang im „60er- 70- und 90-er“- Programm.  

Off The Ground

Der Titel passt mir heute wie die Faust aufs Auge.
Etwas schwerelos und losgelöst wäre recht, raus aus der müden Pseudo-Depri-Ecke.
Meine Entscheidung ist gefallen: „Off The Ground“ von Paul McCartney. 

Bevor ich weiterschreibe, prüfe ich die genaue Bedeutung der englischen Worte,
um nicht auf einer falschen Fährte zu landen.  

Albumtitel – was bedeutet er?

Prima, meine Übersetzung im Kopf passt zu dem, was ich beim „Googlen“ finde:
www.merriam-webster.com/dictionary/get%20off%20the%20ground

1 . to begin to operate or proceed in a successful way The project never really got off the ground.

2 : to cause (something) to begin to operate or proceed in a successful way We’re still trying to get this project off the ground. 

Das bedeutet also, in etwa:
“Durchstarten” und
“Es fängt an, gut zu werden”

oder

“Etwas in die richtige Richtung ins Laufen bringen”.

Durchstarten!

Genau das was ich will und brauche und hole mir damit den akustischen Schubs für die Aktionen des Tages!
Zum Beispiel Bügeln…
Aber eigentlich viel mehr!

  • Ulrike Mätzschker

    Wer kennt dieses Gefühl nicht? Unter der Arbeitswoche findet man nicht die Zeit darüber nachzudenken….man funktioniert.
    Am Wochenende geht es mir aber genauso. Aufraffen, was “sinnvolles” zu tun. Aber warum? Warum können wir heutzutage immer nur so selten mal loslassen und uns hängen lassen. Dauerlösung ist das nicht. Aber wenn es an einem solchen Tag einfach nicht geht….einfach genießen, das 5 mal gerade sein sollte 😀

    Mein Körper zwingt mich durch heftige 3tägige Migräneanfälle leider regelmäßig dazu, mich diesem “hängen lassen” hinzugeben. Nichts geht, nur 3 Tage vor sich hindämmern. Gerne hätte ich da keine Schmerzen, so könnte man doch wenigstens mal entspannen, genießen und runter kommen. So ist es leider contra-produktiv und bringt einen noch weiter in die Schieflage.

    Aber wenn es ein guter Tag ist, dann gaaaanz ruhig den Tag angehen lassen. Bügeln ist ein leider ein notweniges Übel, aber mit guter Musik ist es besser. Ich meinem Fall bevorzuge ich orientalische Tanzmusik (Langsam und schnell). Das getragen werden durch die ruhigen Lieder und der Rhythmus der schnelleren Lieder reißt mich förmlich aus der Trägheit und ich entdecke nach kurzer Zeit, dass ich tanzend aktiv werde. Die Beine wollen sich einfach bewegen. Die Texte verstehe ich nicht….aber die sind mir auch egal. In diesem Fall ist nur die Akustik ausschlaggebend.
    Raus in die Natur ist auch wichtig. Meist graut es einen etwas davor. Der “innere Schweinehund” ist ein richtig zäher Zeitgenosse. Aber wenn man erst einmal draußen ist, dann tut es gut. Dazu gehört auch die “kleine” Gartenarbeit. Mein defekter Rücken verkraftet leider das Buddeln in den Beeten auch nicht….Aber es gibt ja auch noch Hochbeete….Und wenn es nicht so viele sind, dann kann man freudig buddeln und bevor es stressig wird und nervt ist man fertig. Außerdem, müssen es immer Nutzpflanzen sein? Schöne Blumen für Insekten tun es doch auch….und sind pflegeleichter 😉 (nur so als Idee).

    Und manchmal geht es einfach nicht ohne eine weitere Person, die einem aus der Trägheit reißt. Denn Gespräche und gemeinsame Unternehmungen sind anregend für den Kopf und lenken auch noch von körperlichen Problemen ab.

    In diesem Sinne werde ich mich jetzt an das Bügelbrett schwingen und Musik genießen. Danach ein kleiner Spaziergang mit meinem Begleiter und anregende Gespräche dabei führen. Aber alles ruhig und gelassen. Das Wetter ist herrlich. Die Sonne ist ein Glückshormonbringer….Ich freu mich drauf!

    • MoniSophie

      Hallo Ulli ja, genau! Das mit den Auszeiten und dem trägen Anlauf kennt wohl jede und jeder. Und es gibt verschiedene Auswege. Manchmal dies, manchmal das. Als menschliche Wesen brauchen wir Bewegung, am besten ohne nachzudenken, wie genau jetzt, einfach drauflos. So geht es mir jedenfalls. Aber auch die Konzentration auf eine Choreographie kann toll sein, nämlich, um den Kopf frei zu tanzen von dem ganzen Gedankenmüll, der sonst zu gären anfängt. Vielleicht sollte ich mal bei dir Unterricht nehmen ;-). Ulli tanzt orientalische Tänze und ist so kreativ, dass sie auch die ganze Ausstattung von der Kleidung bis zur Wanddekoration selbst gestaltet. Schon das Hinschauen fördert die gute Laune!

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