Sinn und Sinne

Sternenstaub – Wirkung: Off The Ground 4

Mit Musik geht alles leichter!

Zurück zur Bügelmusik

Und nun stehe ich am Bügelbrett.
Die CD „Off The Ground“ etwas lauter als normal aufgedreht.
Der erste Song ist der Titelsong.
Die Musik bringt mein Bügeleisen in Schwung.
Also natürlich nicht direkt.

Fast wie von allein

Aber fast wie von allein bewegt sich mein Arm
über die Tischdecke, die da geplättet werden soll.
Kleine Bewegungen zur Musik, nicht wirklich Tanzen,
eher leichtes Hin- und Herschwingen.

Ich bin in der Musik. Zum Teil.
Die Arbeit geht leicht von der Hand.
Aber da ist mehr.

Ich lausche auf den Text
und zwar nicht nur auf den Refrain.

Und der berührt mich, Wort für Wort.
Er scheint mir so passend!

 

Worum geht es?

„Da muss eine Menge Herzweh in dir gewesen sein,
dass du so tief gefallen bist.
Du musst von einem tonnenschweren Gewicht
niedergedrückt worden sein.
Antworte nur, wenn die Antwort nein ist.“  (Übersetzungsversuch MoniSophie)

Mehr als Beziehungsstress?

Früher habe ich immer gemeint,
dass es halt um eine Zweier-Beziehung geht. 

Aber heute kommt mir der Gedanke:
ja, genau in dieser Situation stecken wir gerade alle,
nach den zumindest gefühlt viel zu langen,
kontaktbeschränkten, isolierten,
irgendwie verrückten und nun aggressiv-konfusen Zeiten.

Voneinander getrennt. Misstrauisch geworden. Verhaltensgestört.
Aus der Spur geflogen. Erschöpft.  
Sich nach Zuneigung sehnend und doch irgendwie „sozial blockiert“.

Trosttext

Darauf diesen Refrain als Pflaster kleben
und neuen Schwung nach vorne und oben nehmen:

„Ich brauche Zuneigung,
du brauchst ebenfalls Zuneigung,
es ist doch gar nicht so schwierig,
sich zu erheben.”

Oder eine andere der oben genannten Übersetzungen. „Abheben“ hat im Deutschen eine leicht andere Note.  „Aufstehen“ passt schon besser. Vielleicht trifft es das Umgangssprachliche „den Allerwertesten hochkriegen“ deutlicher.
Der Begriff „Loving“ wird mehrdeutig verwendet. Ich nehme die Aussage, die mir hier am besten zu passen scheint. So entsteht meine persönliche, spontane, möglicherweise naive Interpretation, das erlaube ich mir, siehe oben!

Zeitlos

Also ich finde, die Worte passen in die aktuelle Zeit,
immer noch, schon wieder oder sowieso immer.


Das ist wohl gerade das Künstlerische daran.
Dass sie irgendwie zeitlos und nicht festzunageln sind,
diese Eingebungen, die in eine weltliche Ausdrucksform gefasst werden.


Wie ein Edelstein von einem Juwelier.

Noch mehr davon

Nicht alle, aber die nächsten zwei Titel wirken auf ähnliche Weise auf mich:
„Looking for Changes“,
„Hope of Deliverance“ ,
später „Peace In The Neighbourhoud“
und am Schluss „C’mon People“.

Ziel erreicht!

Bügelwäsche fertig, Kreislauf im Schwung, Musik zwischen den Ohren.
Und dazu noch ganz viel neue Gedanken nachgeschlagen
und fast nebenbei: einen neuen, mehrteiligen Beitrag zusammengesponnen.


Wie und woher auch immer!

Viel Spaß beim Lesen!

 

P.S.: Diesen Beitrag zu schreiben hat nun doch länger gedauert als ein Schulaufsatz.
Es braucht halt mehr Zeit, die Gedanken zu ordnen und abzubilden, als sie zu denken.
Trotz Laptop mit Korrekturfunktion, Rückwärts-Taste und Verschiebemöglichkeit.
Mit Stift und Papier in einem Klassenzimmer hätte ich keine Chance.
Manchmal taugt mir der Digital-Kram dann doch sehr!

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